Länderspiel-Klassiker vor brisantem Hintergrund
Drohen Stickler, Teamkickern und gar Politikern Klagen wegen Imageschädigung?

Paukenschlag vor dem freundschaftlichen Ländermatch Österreich – Deutschland am 6. Februar: Österreichs Ansehen im Ausland leide unter der Verwendung des veränderten Bundesadlers lautet der Vorwurf einer anonymen Anzeige eines Wiener Polizisten gegen Österreich zeigt Rückgrat. Ein Verwaltungsstrafverfahren ist anhängig. Die Initiatoren, die sich keiner Schuld bewusst sind, sehen dem Verfahren gelassen entgegen.
Vielmehr schöpfen die Fußballfreunde Hoffnung, der EM-Verzicht des ÖFB-Teams könne aufgrund der Aufmerksamkeit des fleißigen Exekutivbeamten doch noch zustande kommen: dem heimischen Fußball könnte eine ähnliche Klage ins Haus stehen. Auch die ÖFB-Kicker tragen den Adler auf der Brust. Der Schaden, den sie dem rot-weiß-roten Ansehen im Ausland seit Jahren zufügen, erscheint beträchtlich. Dafür  zur Verantwortung gezogen werden könnte auch ÖFB-Präsident Friedrich Stickler.
Ebenfalls zu überprüfen wären vor diesem Hintergrund die Aktivitäten zahlloser heimischer Politiker.

 

Unter Ziffer 4 des § 8, Wappengesetz, heißt es: „Wer Abbildungen des Bundeswappens (…) in einer Weise verwendet, die geeignet ist (…) das Ansehen der Republik Österreich zu beeinträchtigen, begeht (…) eine Verwaltungsübertretung (…)“

„Keineswegs ist es so, dass die Verwendung des veränderten Bundesadlers durch die Initiatoren von „Österreich zeigt Rückgrat“ diesen Tatbestand erfüllt“, meint der Rechtsvertreter der Initiative, Dr. Thaddäus Schäfer. „Die Anzeige des Wiener Polizisten ist absurd, die Kritik meines Mandanten ist durch das Grundrecht der freien Meinungsäußerung gedeckt.“

Drohen Stickler oder dem Team ähnliche Verfahren?
Ganz anders dagegen die Situation unserer Nationalspieler: Sie tragen einen Originaladler auf der Brust, der nicht wie bei Österreich zeigt Rückgrat bewusst und offensichtlich verändert wurde, um jede Verwechslung auszuschließen. Der Imageschaden für unser Land durch das katastrophale Auftreten unserer Kicker ist enorm. In letzter Konsequenz müsste dafür Friedrich Stickler als Präsident und damit oberster Repräsentant des Fußballbundes verantwortlich gemacht werden.

Beweise zur Genüge vorhanden
Sollten hierfür Beweise benötigt werden so sehen die Initiatoren von „Österreich zeigt Rückgrat“ es als ihre patriotische Pflicht an, sie den Gerichten jederzeit zur Verfügung zu stellen. Durch die Leistungen der österreichischen Kicker in den vergangenen Jahren provozierte Statements wie jenes von Paul Breitner gegenüber Eurochamp, dem EM-Magazin von Kurier & NEWS („Österreichs Liga ist seit jeher abhängig von dubiosen Gauklern und Mäzenen“, „Wenn ich seit Jahren gefragt werde: „Was halten Sie vom österreichischen Fußball?“, dann sage ich: Da brauch ich nicht drüber nachzudenken, weil es ihn international nicht gibt.“) oder Günther Netzer, der die Leistungen des österreichischen Teams in der ARD-Sportschau (Einschaltquote von mehreren Millionen) im vergangenen Herbst als „desaströs“ bezeichnete, schaden dem Image des Landes als ein Hort ehrlicher, fleißiger, kleiner Leute ebenso, wie das diverse hämische Schlagzeilen internationaler Zeitungen zu den Leistungen der österreichischen Nationalelf tun.

 Urteil gespannt erwartet – Politik zittert mit
Sollte Stickler verurteilt werden, wovon auszugehen ist auch wenn selbstverständlich die Unschuldsvermutung gilt, steht dem Land des Weiteren eine Klagewelle von nie gesehenem Ausmaß bevor. Angefangen von hochrangigen VertreterInnen und ExvertreterInnen der Regierung bis hin zu praktisch sämtlichen blau-orangen Kadern von Haider/Strache/Westenthaler-Hojac noch tiefer abwärts reicht die Palette derer, denen eine Klage in diesem Zusammenhang praktisch zwingend ins Haus stünde. Einzig die Grazer Kämpferin für das katholische Reinheitsgebot, Susanne W., dürfte nicht mehr belangbar sein, wird sie doch nicht zuletzt aufgrund einer in absehbarer Zeit erstellten Fatwa rasch wieder aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwinden. Einzig Ex-„Bildungs“-Ministerin Elisabeth Gehrer dürfte in Freiheit weiterstricken, hat sie doch bloß der Zukunft des Landes - und das noch dazu im Inland - geschadet.

 

Nachwuchsakademie gefährdet – Schaden für Fußball unabsehbar
Gefährdet ist durch die massive Strafandrohung gegen Österreich zeigt Rückgrat indessen die geplante Nachwuchs-Akademie, die junge Funktionäre und ältere Mäzene berufsbegleitend mit dem Einmaleins der Vereinsführung betraut machen möchte. Diese sollte aus den Einnahmen aus dem Verkauf von Unterstützer-T-Shirts finanziert werden. Jede Strafe würde diese dringend benötigte Einrichtung und somit Arbeitsplätze gefährden sowie dem österreichischen Fußball den letzten Strohhalm, der ihn vor dem Ertrinken retten könnte, gewaltsam entreißen.

Die Initiatoren von „Österreich zeigt Rückgrat“

Pressekontakt:

Michael Kriess

Email: info@rueckgrat.cc